Lokale Vernetzung im Jugendschutz

Neben den Bemühungen, Eltern und Jugendlichen durch landes- und bundesweite Informationen über Gefährdungen aus einem „ungesteuerten“ Umgang mit dem Internet aufzuklären bzw. zu informieren, kommt der unmittelbaren Nähe von lokalen Ansprechpartnern eine besondere Bedeutung zu. Darauf hat u. a. auch der Drogen- und Suchtbericht

der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmanns, vom Mai 2012 deutlich hingewiesen. Eine Aktion mehrerer Akteure des Jugendschutzes auf lokaler Ebene im Landkreis Traunstein, u. a. des Jugendamtes, könnte hierbei als Anregung und zur Nachahmung in anderen Landkreisen und Kommunen dienen.

Flyer „Internet und neue Medien – (k)ein Problem?“ vorgestellt –
Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer begrüßt lokales Engagement für den Jugendmedienschutz

© BMVBS: Interview mit Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer zum Traunsteiner Projekt „Internet und neue Medien – (k)ein Problem?“
© BMVBS: Interview mit Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer zum Traunsteiner Projekt „Internet und neue Medien – (k)ein Problem?“
Dr. Helmut Wittmann
© BMVBS: Statement von Dr. Helmut Wittmann, Vorsitzender des Fachbeirats der TIME for kids Foundation zum Projekt

Anlässlich der Vorstellung des Flyers „Internet und neue Medien – (k)ein Problem?“ im Bundesverkehrsministerium begrüßt Bundesminister Dr. Peter Ramsauer das lokale Engagement für mehr Jugendmedienschutz. „Wie im Straßenverkehr ist auch im Internet oberstes Gebot das Wissen um die Regeln und die eigene Achtsamkeit. Im Web muss man ebenfalls vorsichtig sein und die Verhaltensregeln kennen, um nicht schädlichen Einflüssen und Gefahren ausgesetzt zu sein.“ Insbesondere benennt der Minister Gefährdungen wie den Missbrauch persönlicher Daten, Cybermobbing, die Konfrontation mit verbotenen und jugendgefährdenden Seiten bis hin zur patholologischen Online- und Computerspielsucht. Ramsauer plädiert dafür, den Kindern- und Jugendlichen die elementaren Umgangstechniken mit dem Internet zu vermitteln, um ihnen den Zugang zu den Chancen zu ermöglichen – aber auch um sie vor den Gefahren zu schützen.

Als ein Bespiel mit Vorbildcharakter lobt der Minister das Präventions-Projekt „Internet und neue Medien – (k)ein Problem?“ in seinem Heimatlandkreis Traunstein. Hier haben sich alle einschlägigen Institutionen wie z. B. das örtliche Jugendamt, der Präventionsbeauftragte der Polizei, die Medienpädagogisch-informationstechnischen Berater, die Erziehungsberatung der Caritas, der Kinderschutzbund und das Heckscher-Klinikum zu einem regionalen Beratungsverbund für Schulen, ratsuchende Eltern, Jugendliche und Kinder vernetzt. Unterstützt wird das Projekt durch die gemeinnützige TIME for kids Foundation. Betroffene erhalten hier direkt und unkompliziert Hilfestellungen zu Problemen wie Cybermobbing, Online- und Computerspielsucht und weiteren Fragen.

Flankiert wird die Initiative durch Informations- und Beratungsveranstaltungen wie dem Traunreuter  Medientag. Es ist vorgesehen, diese erfolgreiche lokale Initiative auf andere Kommunen und Landkreise auszuweiten.

Fotos

© BMVBS: Bundesminister Dr. Peter Ramsauer (li) stellte in Berlin gemeinsam mit Dr. Helmut Wittmann (re), Vorsitzender des Fachbeirats der TIME for kids Foundation, die Chiemgauer Initiative „Internet und Jugendschutz- (k)ein Problem?“ vor.
© BMVBS: Bundesminister Dr. Peter Ramsauer (li) stellte in Berlin gemeinsam mit Dr. Helmut Wittmann (re), Vorsitzender des Fachbeirats der TIME for kids Foundation, die Chiemgauer Initiative „Internet und Jugendschutz- (k)ein Problem?“ vor.

Die Flyer zum Download

Internet und neue Medien - (k)ein Problem
2ter Traunreuter Medientag